Das ist von großer Bedeutung, denn die derzeitigen Therapien führen häufig nicht zum gewünschten Erfolg, weil die Tumore vielfältig sind und Strategien besitzen, um dem Therapieerfolg zu umgehen. Hinzu kommt, dass moderne Therapien wie die CAR-T-Zelltherapie bislang primär nur für Blutkrebs, aber nicht für solide Tumoren zugelassen sind und sich noch im Forschungsstadium befinden.
Die Berliner Forscherinnen und Forscher haben Tumoroide aus Tumorproben gezüchtet, die den Lungen von Patientinnen und Patienten im Rahmen von Operationen am Universitätsklinikum Charité entnommen wurden. Es gelang ihnen, die molekulare und histologische Identität der ursprünglichen Tumoren auch in-vitro genau beizubehalten, was durch genomische, epigenomische und proteomische Analysen bestätigt werden konnte. Die konnten demnach die individuellen Patientenreaktionen auf Standardtherapien genau nachbilden.
Die Tests zeigten, dass ein komplexes Zusammenspiel der Eigenschaften eines Lungentumors den Erfolg der Therapie bestimmt. Nicht nur die Häufigkeit der Zielmoleküle bestimmt, ob CAR-T-Zellen die Tumoroide erfolgreich abtöten, sondern auch tumoreigene Schutzmechanismen und Fluchtstrategien gegen das Immunsystem.
Die Forschungsergebnisse wurden im Journal Nature Biomedical Engineering veröffentlicht:
Ehlen, L., Farrera-Sal, M., Szyska, M. et al. (2026). Lung tumouroids as a testing platform for precision CAR T cell therapy. Nat. Biomed. Eng. https://doi.org/10.1038/s41551-025-01594-3
Weitere Informationen:
https://www.bionity.com/
Dr. rer. nat.
Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.