Gestern hat der Vorstand der Oregon Health and Science University (OHSU) beschlossen, Gespräche mit den US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) über die Umwandlung des Oregon National Primate Research Center (ONPRC) in ein Schutzgebiet aufzunehmen. Dort soll keine Forschung mehr stattfinden. Im Primatenforschungszentrum leben rund 5.000 Makaken, Paviane und andere nicht-menschliche Primaten, wo sie für Studien zu Infektionskrankheiten, Fruchtbarkeit und Demenz eingesetzt werden.
Der Abstimmung geht die Aufforderung der Gouverneurin von Oregon, Tina Kotek, voraus, das Primatenzentrum zu schließen. (1) Dies geht auf intensive Kampagnen von PETA und PCRM zurück, die auf Misshandlungen von nicht-humanen Primaten hinwiesen. (2, 3)
Die Abstimmung sei aber keine Garantie dafür ist, dass eine solche Umwandlung tatsächlich stattfinden wird, teilte OHSU-Präsident Shereef Elnahal im Magazin Science mit. Jedoch ist Bestandteil des Beschlusses, alle nicht unbedingt notwendigen Affenaufzucht-programme sofort einstellen. (4)
Die Kosten für eine Umstellung auf ein Schutzzentrum sind noch ungewiss. Sie würden laut Berechnungen über einen Zeitraum von acht Jahren zwischen 220 und 291 Millionen Dollar betragen. Für eine Schließung würde möglicherweise entscheidend sein, ob das NIH oder der US-Kongress finanzielle Hilfe anbieten. Fortschrittlicherweise erlaubt eine aktualisierte Richtlinie der National Institutes of Health (NIH), mit Wirkung ab 1. Oktober 2025, die Kosten für die Unterbringung/Pensionierung von Versuchstieren in Rechnung zu stellen, vorbehaltlich der Einhaltung der geltenden Anforderungen der Richtlinie zur humanen Pflege und Verwendung von Labortieren. (5, 6)
Quelle und weitere Informationen:
(1) https://www.oregonlive.com/
(2) https://headlines.peta.org/
(3) https://www.pcrm.org/
(4) https://www.science.org/
(5) https://www.politico.com/
(6) https://grants.nih.gov/
Dr. rer. nat.
Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.