Nanopartikel als Transportmittel durch den Körper könnten z.B. chemotherapeutische Wirkstoffe über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn transportieren, wo diese dann den Hirntumor bekämpfen können. Dafür müssen Forscherinnen und Forscher zunächst wissen, wie sie sich im Körper verteilen und das Zielorgan erreichen, ohne Schaden im Körper anrichten. Bislang wurden dafür Mäuse verwendet, was nicht nur aufwändig, langwierig und teuer, sondern auch aus ethischer Sicht problematisch ist.
Deshalb hat Jimeng Wu, Doktorandin am EMPA, unter der Leitung von Prof. Peter Wick und Prof. Bernd Nowack ein pharmakokinetisches Modell (PBPK-Modell) entwickelt, das auf Daten früherer Mausstudien basiert. Mit dem Modell lassen sich derartige Tests viel schneller durchführen.
Originalpublikation:
Wu J, Wick P, Nowack B. Data-Driven Prediction of Nanoparticle Biodistribution from Physicochemical Descriptors. ACS Nano. 2025 Jul 29;19(29):26425-26437. doi: 10.1021/acsnano.5c03040. Epub 2025 Jul 16. PMID: 40667750; PMCID: PMC12312149. https://doi.org/10.1021/acsnano.5c03040
Quelle und weitere Informationen:
https://www.empa.ch/web/s604/ki-mausmodell-bringt-medizinische-forschung-voran
Dr. rer. nat.
Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.