
Das Forschungsteam will 3D-Organoide in ein mehrschichtiges Elektrodennetz integrieren, um Herzsicherheit von Medikamenten zu gewährleisten.
Copyright: Karin Kaiser/MHH
Ein internationales Forschungsteam um Prof. Dr. Robert Zweigerdt, Leiter einer Arbeitsgruppe an den Leibniz Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe (LEBAO) der Klinik für Herz-, Thorax,- Transplantations- und Gefäßchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), entwickelt 3D-Systeme aus menschlichem Gewebe, sogenannte Herzorganoide, die in einem zweischichtigen 3D-Mesh-Mikroelektrodenarray (Mesh-MEA) wachsen. Dieses mikroskopisch kleine Elektrodensystem ist wie ein hauchdünnes Spinnennetz aufgebaut. Die Organoide wachsen um und durch dieses Netz, so dass es komplett in das Organoid integriert wird. Zudem ermöglicht eine in die Mesh-MEA integrierte laserbasierte Optoporation, zusätzlich elektrische Signale aus dem Zellinneren auszuwerten.
Mit der Mesh-MEA-Plattform wollen sie über eine Art Mini-EKG die Kardiotoxizität testen und Arzneimittelreaktionen vorhersagen.
Das Projekt wird von der Europäischen Union mit rund drei Millionen Euro gefördert.
Quelle und weitere Informationen:
https://www.mhh.de/presse-news/neue-test-plattform-fuer-herzsicherheit-von-medikamenten
https://www.heartcore-eic-pathfinder.eu/
Dr. rer. nat.
Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Rheinland-Pfalz e.V.