BASF will zukünftig organisches Gewebe wie Hautzellen dreidimensional drucken. Dafür hat das Leverkuser Unternehmen eine Kooperation mit dem französische Start-up Poietis geschlossen, das eine 3D-lasergestützte Bioprint-Anlage entwickelt hat. BASF will die Bioprint-Technologie von Poietis für die Weiterentwicklung des firmeneigenen Hautäquivalent-Models Mimeskin™ zu nutzen.
Ein Israelisch-deutsches Forscherteam unter der Leitung von Prof. Yaakov Nahmias vom Alexander Grass-Center für Bioengineering an der Hebrew University in Jerusalem hat ein Organ-on-a-Chip-Modell mit einer winzigen Humanleber entwickelt, die mehr als einen Monat lebensfähig ist. Da sie in die Zellen zusätzlich optoelektrische Sensoren einbauten, gelang es ihnen, eine wichtige Entdeckung zur Toxizität von Acetaminophen zu machen - bei uns bekannt als Paracetamol.
Forscher der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore haben das Protein TDP-43 in seiner möglichen Rolle zum Schutz vor Amylothropher Lateralsklerose (ALS) in-vitro untersucht. Dafür veränderten Sie embryonale Stammzellen von Mäusen und nutzten zudem eine humane Zelllinie (HeLa-Zellen).
Ein Forschungszusammenschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft, Landes- und Bundesbehörden entwickeln in dem Projekt »NanoUmwelt: Risikoanalyse synthetischer Nanomaterialien in der Umwelt« neue innovative Methoden, um die Nanopartikelbelastung und die hieraus resultierenden Risiken für Umwelt und Mensch genau und sicher bewerten zu können.
Mit zwei neuen Professuren sowie der Wiederbesetzung einer Professur will die hessische Landesregierung zum Abbau der Tierversuche beitragen. Sie unterstützt dieses Projekt an zwei Standorten - Frankfurt und Gießen - mit 2 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren.
Wissenschaftler aus Deutschland, den USA und der Schweiz haben anhand von in-vitro-Kulturen herausgefunden, dass ein bestimmter zellulärer Proteinkomplex in der Lage ist, verklumpte Zellproteine aufzulösen.
In die türkische Kosmetik-Verordnung wurde ein neuer Artikel aufgenommen. Dieser verbietet jegliche Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe oder Rezepturen für Endpunkte, wenn es stattdessen eine valide alternative Methode gibt. In Kraft treten soll der neue Artikel Mitte Januar 2016.
Nach der ISO-Norm 10993-10 wird die allergische Reaktion der Haut auf ein medizinisches Produkt an Meerschweinchen oder Mäusen getestet. Ein amerikanisch-britisches Forscherteam hat diese Versuche auf einen in-vitro-Hautsensibilisierungstest übertragen, der üblicherweise in Kosmetiktests genutzt wird.
Ein Leipziger Forscherteam will in den kommenden 3 Jahren eine Langzeit-Kulturmethode für adultes Augengewebe entwickeln. Dafür wird die Gruppe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell unterstützt. Ziel ist es, Augenkrankheiten und Wirkstoffe zu erforschen. Ihr Hauptinteresse besteht in der Erforschung der Retinadegeneration.
Die Schweizer EAWAG hat gemeinsam mit Kollegen von den ETHs Zürich und Lausanne sowie der Universität York in Großbritannien Tests auf Toxizität zur Bewertung von Substanzen auf das Fischwachstum anhand von Kiemenzellenkulturen gemacht anstatt mit lebenden Fischen.