Vom 7. März bis 9. März 2016 veranstaltet das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) an der Universität des Saarlands wieder eine Konferenz, bei der Internationale Wissenschaftler ihre aktuellsten Forschungsergebnisse und Möglichkeiten von Medikamententransporten durch biologische Barrieren wie Darm, Lunge und Haut vorstellen werden.
Wissenschaftler aus Australien, und von den Niederlanden haben eine primitive Niere aus Stammzellen gezüchtet. Sie hat eine "nierenähnliche" Struktur und besteht und könnte in Zukunft als Ersatz für Tierversuche in der Medikamententestung dienen.
Unter dem Motto "Alternativlos? Tierversuche und die Zukunft der Forschung" hatte die Fraktion Bündnis 90/Grüne am 2. Oktober in den Deutschen Bundestag geladen. Zu dem Fachgespräch mit anschließender Diskussion waren VertreterInnen aus Wissenschaft, Industrie, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom Tierschutz geladen. Es ging um den wissenschaftlichen Stand der Technik zu tierversuchsfreien Methoden, die neue Ära der humanrelevanten Methoden und um die Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer, tierversuchsfreier Verfahren.
Ein Wissenschaftlerteam vom Children´s Hospital in Los Angeles ist es gelungen, in einem künstlich erzeugten humanen Darmabschnitt ohne Ganglien eine vollständige neue Nervenausstattung heranzuzüchten. Die Befunde sind bedeutsam für eine mögliche zukünftige Therapie bei Morbus Hirschsprung.
Ein Forscherteam um Prof. Uwe Sauer und Dr. Nicola Zamboni vom Institut für Molekulare Systembiologie der ETH Zürich haben eine Methode entwickelt, mit der sie nahezu in Echtzeit die Konzentration von Hunderten von Stoffwechselprodukten gleichzeitig bestimmen können.
Für seine Hanging-Dop-Technologie GravityPLUSTM hat das Schweizer Unternehmen InSphero eine Patentzulassung erhalten. In einem System hängerender Tropfen können organähnliche Mikrogewebe erzeugt werden, die dadurch eine dreidimensionale, kugelige Gestalt annehmen.
Das amerikanische NIH (National Institutes of Health) stellt für die nächsten 5 Jahre 13 Mio. Dollar für die Entwicklung stammzellbasierter Technologien und Assays zur Verfügung, um Autismus und andere psychische Erkrankungen zu erforschen.
Vom 20. bis zum 24. September fand zum 19. Male der europäische Kongress für Alternativen zum Tierversuch statt. In den bewährten Räumen der Johannes-Keppler-Universität in Linz stellte eine große Zahl an renommierten Forschern und Forschinnen ihre aktuellen Ergebnisse vor. Der Andrang von Nachwuchsforschern für eine Teilnahme war so groß wie nie zuvor.
Am Freitag gab Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt grünes Licht für das neue Zentrum, das beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angesiedelt ist.
Der diesjährige, 34. Tierschutzforschungspreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht in diesem Jahr an die Forschergruppe um Prof. Marcel Leist aus Konstanz. Damit wurde der Entwicklung von Ersatzmethoden zum Tierversuch im Bereich der biomedizinischen und Grundlagenforschung zur Untersuchung neurodegenerativer Erkrankungen besondere Aufmerksamkeit verliehen.