Wie Forscher vom Laboratory of Genetics des Salk Institute in La Jolla, Kalifornien, im Journal Cell Stem Cell berichten, ist es nicht mehr nötig, ausdifferenzierte humane Zellen wie z.B. solche der Haut, zunächst erst einmal zu re-embryonalisieren, um sie dann in den gewünschten Zelltyp zu differenzieren.
Zu Zwecken der Erforschung therapeutischer Möglichkeiten und für die Wirkstofffindung werden heutzutage aus ausdifferenzierten humanen Zellen sogenannte induzierte pluripotente Stammzellen erzeugt. Um die Qualitätskontrolle von Stammzellen weiter zu erhöhen, werden das Scripps Research Institute in Kalifornien, das Zentrum für Integrative Psychiatrie in Kiel und das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) in Aachen in den nächsten drei Jahren zusammenarbeiten.
Ein europäisches Forschungsprojekt will in den nächsten sechs Jahren die Toxikologie mit tierversuchsfreien Methoden effizienter machen. Hierfür stehen aus dem EU-Pool für Horizon 2020 insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung.
Nun ist es offiziell: Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das neue Zentrum für Ersatzmethoden zum Tierversuch (CERST) am Düsseldorfer Leibniz Institut für umweltmedizinische Forschung dieses Jahr mit 200.000 €.
Am 20. Oktober wird im Roten Rathaus von Berlin der diesjährige Forschungspreis des Landes Berlin zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche verliehen. Gleichzeitig wird ein weiterer Landespreis zur Förderung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche im Bereich der Lehre und Ausbildung verliehen.
Vom 7. März bis 9. März 2016 veranstaltet das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung (HIPS) an der Universität des Saarlands wieder eine Konferenz, bei der Internationale Wissenschaftler ihre aktuellsten Forschungsergebnisse und Möglichkeiten von Medikamententransporten durch biologische Barrieren wie Darm, Lunge und Haut vorstellen werden.
Wissenschaftler aus Australien, und von den Niederlanden haben eine primitive Niere aus Stammzellen gezüchtet. Sie hat eine "nierenähnliche" Struktur und besteht und könnte in Zukunft als Ersatz für Tierversuche in der Medikamententestung dienen.
Unter dem Motto "Alternativlos? Tierversuche und die Zukunft der Forschung" hatte die Fraktion Bündnis 90/Grüne am 2. Oktober in den Deutschen Bundestag geladen. Zu dem Fachgespräch mit anschließender Diskussion waren VertreterInnen aus Wissenschaft, Industrie, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und vom Tierschutz geladen. Es ging um den wissenschaftlichen Stand der Technik zu tierversuchsfreien Methoden, die neue Ära der humanrelevanten Methoden und um die Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer, tierversuchsfreier Verfahren.
Ein Wissenschaftlerteam vom Children´s Hospital in Los Angeles ist es gelungen, in einem künstlich erzeugten humanen Darmabschnitt ohne Ganglien eine vollständige neue Nervenausstattung heranzuzüchten. Die Befunde sind bedeutsam für eine mögliche zukünftige Therapie bei Morbus Hirschsprung.
Ein Forscherteam um Prof. Uwe Sauer und Dr. Nicola Zamboni vom Institut für Molekulare Systembiologie der ETH Zürich haben eine Methode entwickelt, mit der sie nahezu in Echtzeit die Konzentration von Hunderten von Stoffwechselprodukten gleichzeitig bestimmen können.