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Bisher gibt es noch keine einheitliche Datenbank für diese Ersatzmethoden, die eine Übersicht über alle Methoden, Forschungsergebnisse und Anwendungszwecke bietet. Das ändert sich nun – der Bund fördert die konzeptionelle Entwicklung einer solchen Datenbank im ersten Schritt bis 2021 mit 3 Millionen Euro.

An dieser Stelle informieren wir über Karzinogenitätstests - Tests zur Feststellung, ob eine Substanz Krebs auslösen kann oder nicht. Das Wissen darüber ist notwendig, um Stoffe richtig zu klassifizieren, ihre Nutzung mit ihnen zu verbieten, sie einzuschränken oder zumindest Sicherheits-/Warnhinweise beim Umgang mit ihnen an die Hand zu geben. Beispiel: die Verwendung des Pestizids Linuron ist seit 2018 in der EU unter anderem wegen seiner karzinogenen Eigenschaften verboten.1,2

Bislang werden derartige Tests an Nagetieren durchgeführt. Seit einiger Zeit sind Regulationsbehörden, Industrie und Wissenschaft darin übereingekommen, dass die Tests am Tier nicht mehr zwingend notwendig sind – in erster Linie deshalb, weil zum Zeitpunkt des Beginns dieser Tests bereits ausreichend Informationen aus Tierversuchen über eine mögliche Krebsgefahr beim Menschen vorliegen. Jedoch ist die entsprechende Vorschrift noch immer nicht gestrichen worden und diese für das Tier zum großen Teil hochbelastenden Tests werden weiter durchgeführt.

Heute wurde der 39. Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vergeben. Geehrt wurde Dr. Anne-Katrin Rohlfing von der Abteilung Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Tübingen für ihre neue Methode zur Herstellung von gentechnisch veränderten Thrombozyten für die Grundlagenforschung und Testung.

Würzburger Forscher vom Translationszentrum für Regenerative Therapien des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC und ein weiteres Team von Wissenschaftler*innen wollen ein menschliches in vitro-Corneamodell modifizieren und dort eine Messtechnik integrieren, die die Vorgänge in der Zellkultur nicht stört. Mit dem Modell wollen sie den häufig schwer belastenden Augenreizungstest am Kaninchen vollständig ersetzen.

Der seit 2012 etablierte Lush Prize vergab am 11. und 12. November 2020 zum achten Mal Fördergelder in Gesamthöhe von 250.000 Pfund. Als eine von fünf internationalen, jungen Nachwuchsforscher*innen erhielt Nadine Dreser (32) von der Universität Konstanz 10.000 Pfund Förderung für ihr tierversuchsfreies Forschungsprojekt.

Führende kosmetikhersteller haben sich mit einer Erklärung gegen Tierversuche in der Kosmetik ausgesprochen. Das war notwendig, denn ein Sonnencremehersteller war vom europäischen Berufungsgericht zur Durchführung von Tierversuchen verpflichtet worden.

Internationale Forscherteams haben neben ACE2 einen weiteren Rezeptor gefunden, den das SARS-CoV-2 Virus zum Eintritt in die Zellen nutzt: Neuropilin-1.

Leberchirurgie: Beratung in silico

Freitag, 16 Oktober 2020 12:02

Die Ärzte und Wissenschaftler aus sechs Forschungsinstitutionen in Jena, Berlin, Stuttgart, Bremen und Leipzig wollen ein digitales Modell entwickeln, das die Durchblutung und Funktion der gesunden und kranken Leber in großer räumlicher Auflösung darstellen kann.

Österreich: Artenschutz durch Bierhefe

Montag, 12 Oktober 2020 11:08

Forscher*innen aus Österreich haben einen Weg gefunden, das impfstoff-Adjuvans Squalen im Labor zu produzieren, das dringend auch für Impfstoffe gegen Corona gebraucht wird. Das Öl Squalen stammt bislang überwiegend aus den Lebern von Tiefseehaien.

Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben herausgefunden, dass selbst bei einfachen Entscheidungen eine große Zahl von Regionen miteinander kommunizieren, die weit über das menschliche Gehirn verteilt sind.