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Dr. Agnieszka Rybak-Wolf, Leiterin des Organoid-Labors am Max Delbrück Center in Berlin, wurde von der „Alzheimer Forschung Initiative“ mit einer Forschungsförderung in Höhe von 200.000 Euro ausgezeichnet, um frühe molekulare Mechanismen zu untersuchen, die zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit beitragen könnten.

Am Braunschweiger Zentrum für Systembiologie (BRICS) entstehen neuartige Mini-Labore auf einem Chip, die elektrische, optische und mikrofluidische Technologien miteinander verbinden. So können Forschende Nervenzellen unter realitätsnahen Bedingungen beobachten, stimulieren und ohne Tierversuche analysieren.

Die Plattform unter dem Namen Chesar unterstützt REACH- und Biozid-Anwender bei der Durchführung von Stoffsicherheitsbewertungen für sogenannte „einfache“ Stoffe (d. h. Stoffe, für die die Bewertung auf der Grundlage eines einzigen Satzes von Stoffeigenschaften erfolgt. Die Europäische Chemikalienagentur lädt Benutzer ein, das Tool auszuprobieren und ihnen Feedback zu geben, damit die Plattform für künftige Versionen verbessert und verfeinert werden kann.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat eine Richtlinie herausgebracht, mit der sie studentische Verbände und andere Organisationen in ihrem studentischen Engagement bei der Auseinandersetzung mit hochschulpolitischen Themen von bundesweiter Bedeutung unterstützen will. Das könnte vielleicht bei der Frage zu Vorteilen eines Studiums mit tierfreien Methoden hilfreich sein - einen Versuch ist es wert.

Ein Forschungsteam des BIH Center for Regenerative Therapies des Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sie im Labor Mini-Tumoren, sogenannte Tumoroide, aus dem Krebsgewebe eines Patienten züchten und mögliche Therapien testen können. Mit ihrem neuen Zuchtverfahren will das Team CAR-T-Zelltherapien gegen solide Tumoren weiterentwickeln und die personalisierte Onkologie voranzubringen.

Ein Forschungsteam des Helmholtz Munich unter Beteiligung der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), der Aix-Marseille-Universität, des französischen Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (Inserm) sowie weiterer internationaler Partner haben herausgefunden, dass meist harmlose, alltägliche Darmbakterien Proteine direkt in menschliche Zellen einschleusen und dadurch aktiv Immunreaktionen beeinflussen können.

Die Alternatives Research & Development Foundation (ARDF) nimmt in diesem Jahr wieder Bewerbungen für Forschungsvorhaben an, die den Einsatz von Tieren in der Forschung ersetzen oder reduzieren.

Ein multidisziplinäres Konsortium aus europäischen Wissenschaftlern, Regulierungs- sowie Rechtsexperten hat ein Projekt mit dem Namen ReadyAI ins Leben gerufen, um den Vorbehalt der Regulationsbehörden gegenüber dem Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Interpretation von Risiken von Chemikalien entgegenzuwirken.

Ein Deutsch-kanadisches Forschungsteam hat ein KI-Verfahren mit dem Namen BioPathNet entwickelt. Es hilft Forschenden, große biologische Datennetze gezielt nach versteckten Zusammenhängen wie Genfunktionen, Krankheitsmechanismen und möglichen Therapieansätzen zu durchsuchen.

Der nigrostriatale Pfad ist einer der vier wichtigsten Dopaminpfade im Gehirn und spielt als Teil eines Systems namens Basalganglien-Motor-Schleife eine entscheidende Rolle bei der Bewegungsausführung. Wie sich dieser Kreislauf während der Entwicklung des Menschen aufbaut und wie er unter pathologischen Bedingungen degeneriert, ist noch weitgehend unverstanden. Einem Forschungsteam aus Schweden, Dänemark und der Schweiz ist es gelungen, ein in vitro-Modell (Connectoid) zu entwickeln, um den Mechanismus aufzuklären.