News (1360)

Das OECD-Mitglied Südkorea prüft derzeit einen Gesetzesentwurf, der die Ministerien für Regulierung und Forschungsfinanzierung verpflichten würde, die Entwicklung und den Einsatz von tierversuchsfreien Methoden zu fördern.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Rund 35% sterben daran. Ein würzburger Forscherteam hat mit Organoid-Modellen die Biologie des Gebärmutterhalses studiert und wichtige Mechanismen der Krebsentwicklung gefunden.

Mit einer digitalen digitalen Kick-off-Veranstaltung heute und morgen ist das neue Horizon 2020-Projekt SIMCor an den Start gegangen. Ziel ist es, Herstellern von kardiovaskulären implantierbaren Geräten eine offene, wiederverwendbare, cloudbasierte Plattform für In-Silico-Tests zur Verfügung zu stellen. So sollen Entwicklung und Zulassung von Herz-Kreislauf-Implantaten beschleunigt werden.

Wissenschaftler*innen aus Würzburg und den USA haben einen Atlas der direkten Interaktionen zwischen dem neuen Coronavirus und den von ihm befallenen Zellen erstellt.

Forscher*innen der Ruhr-Universität Bochum und der Vrije-Universität Amsterdam haben die Entstehung der Amyloid-β-Proteinablagerungen infrarotmikroskopisch untersucht und wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Das Land Rheinland-Pfalz vergibt in diesem Jahr wieder einen Forschungspreis zur Förderung von Alternativen zu Tierversuchen.

Nach den Ländern Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen hat nun auch Baden-Württemberg einen Tierschutzparagrafen im Hochschulgesetz. Damit ist nun untersagt, Tiere speziell zu töten (z.B. für Orgaganpräpatatuntersuchungen oder Morphologiepraktika), wenn es dafür Alternativen gibt.

Coronapartikel in der Riechschleimhaut

Mittwoch, 02 Dezember 2020 15:06

Einem Forscherteam von Charité-Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität Berlin und weiteren Wissenschaftler*innen ist es gelungen, das Sars-Cov2-Virus in neuroanatomischen Strukturen nachzuweisen, die Auge, Mund und Nase mit dem Hirnstamm verbinden. Mittels Spezialfärbungen und elektronenmikroskopischen Aufnahmen konnten sie in der Riechschleimhaut, wo das Virus am häufigsten zu finden war, auch intakte Coronaviruspartikel sichtbar machen und fotografieren.

Seit 2013 gilt in der EU ein Verbot von Tierversuchen für Kosmetika. Seitdem dürfen entsprechende Versuche weder durchgeführt noch mit entsprechenden Produkten gehandelt werden. Doch dieser Meilenstein für den Tierschutz ist jetzt in Gefahr.

Bisher gibt es noch keine einheitliche Datenbank für diese Ersatzmethoden, die eine Übersicht über alle Methoden, Forschungsergebnisse und Anwendungszwecke bietet. Das ändert sich nun – der Bund fördert die konzeptionelle Entwicklung einer solchen Datenbank im ersten Schritt bis 2021 mit 3 Millionen Euro.

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