News (1442)

Zwei Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster werden mit dem diesjährigen Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geehrt. Die Forscher Dr. Henrik Renner und Dr. Jan M. Bruder erhalten den Preis für ihre Entwicklung eines Mittelhirns auf dem Chip, mit der sich Giftigkeitstests durchführen und Wirkstoffe für die Arzneimittelentwicklung testen lassen.

Ein Forschungsteam am Harvard Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering um Donald Ingber, M.D., Ph.D. hat ein mikrofluidisches Organ-Chip-Gerät von der Größe eines USB-Speichersticks entwickelt, das die wichtigsten pathologischen Merkmale der Cystischen Fibrose (CF) genauer als andere In-vitro-Systeme wiedergibt.

Wissenschaftlerinnen der Universität des Saarlandes konnten mit einem selbst entwickelten in vitro Modell zeigen, dass der Lipid- und Cholesterinstoffwechsel von Tumor-assoziierten Immunzellen im Gegensatz zu dem eines Tumorgewebes stark beeinträchtigt ist.

Forscherinnen und Forscher der Universität Central Florida und des Unternehmens Hesperos mit Sitz in Orlando haben ein Organ-on-a-Chip-Modell entwickelt, mit dem die Mechanismen der seltenen Autoimmunerkrankung Myasthenia gravis untersucht werden können.

Dr. Wolfgang Boomgaarden, Gründer und Inhaber des Unternehmens PharmaInformatic mit Sitz in Emden wird mit dem Herbert-Stiller-Preis des Vereins Ärzte gegen Tierversuche ausgezeichnet.

Der diesjährige Herbert-Stiller-Preis des Vereins Ärzte gegen Tierversuche geht in diesem Jahr an Dr. Klara Janjić und ihr Team von der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Die Forscherinnen und Forscher haben ein 3D-Modell der menschlichen Mundschleimhaut entwickelt, das der Erforschung von Parodontis dient, jedoch auch beitragen könnte, Tierversuche in der Zahnmedizin zu beenden.

Stressforschung mit Zerebralorganoiden

Freitag, 29 Oktober 2021 09:40

WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie unter der Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Binder konnten zeigen, dass Gehirnorganoide ein geeignetes Modellsystem sind, um zu erforschen, wie sich Stress auf die menschliche Gehirnentwicklung auswirkt.

Mit Zellen von Patienten haben Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) eine wichtigen Baustein beim Verlauf schwerer Covid-19-Fälle ermittelt. Sie konnten nachweisen, dass NK-Zellen, die normalerweile zur frühen Eindämmung von SARS-CoV-2 beitragen, durch die frühe Ausschüttung von TGFβ behindert werden.

Das Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) der Johns Hopkins University und die Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin laden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu einem zweitägigen Online-Workshop vom 22. bis 23. November ein. Thema ist tierversuchsfreie New Approach Methodologies (NAMs) in der biomedizinischen Forschung.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) an der LMU München haben mit Tumororganoiden von Patienten zeigen können, dass sie eine Therapie gezielt an die individuelle Erkrankung anpassen und so möglicherweise Resistenzen verhindern können.

Seite 1 von 103