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Ein Forscherteam aus den Fachbereichen Medizin und Chemie der Universität Duisburg-Essen will in den nächsten drei Jahren ein 3D-Organoidmodell für die
Schlaganfallforschung optimieren und validieren. Dafür stellt das Bundesforschungsministerium (BMBF) 750.000 Euro zur Verfügung.

Forschende des Instituts für Infektionskrankheiten (IFIK) der Universität Bern und des Instituts für Virologie und Immunologie (IVI) haben Atemwegs-Epithelzellen verschiedener Säugetierarten mit SARS-Cov2 infiziert. Auf diese Weise und mit Hilfe der Genomsequenzierung konnten sie feststellen, dass die Atemwegszellen von Affen und Katzen besonders leicht von SARS-CoV-2 infiziert werden können.

Tierschutzforschungspreis Berlin 2021

Donnerstag, 08 Juli 2021 09:58

In diesem Jahr hat Berlin wieder einen Preis zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche in Lehre und Forschung ausgeschrieben. Das diesjährige Preisgeld beträgt 30.000 Euro.

Am 8. Juli hat EU-Kommissarin Adina Ioana Vălean im Europäischen Parlament erläutert, wie die Kommission plant, ihre Verpflichtung zur proaktiven Verringerung und Ersetzung von Tierversuchen in EU-Laboratorien zu erfüllen.

Wie auf der Website des Europarats veröffentlicht wurde, soll innerhalb von fünf Jahren nun endlich der Pyrogentest am Kaninchen vollständig durch eine tierfreie Alternative ersetzt werden. Empfohlen wird der Monozyten-Aktivierungstest (MAT), der im Jahr 2010 Einzug in das Europäische Arzneibuch (EP Prüfvorschrift 2.6.30) gehalten hat.

An der Seestraße in Berlin-Wedding wird am Freitag, den 2. Juli ein Grundstein gelegt. In den neu entstehenden Gebäuden werden zellbasierte Therapien erforscht und entwickelt sowie im Forschungszentrum "der simulierte Mensch" menschliche Zell- und Organfunktionen simuliert, um den Tierversuch zu reduzieren.

Den diesjhrigen Tierschutzforschungspreis der Hansestadt Hamburg ist an WissenschafterInnen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vom Robert Koch-Institut vergeben worden. Sie wurden für ihre Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden mit insgesamt 50.000 Euro geehrt.

Die OECD hat eine neue Testrichtlinie veröffentlicht. Sie beschreibt mehrere definierte Ansätze zur Einstufung des Hautsensibilisierungspotenzials, die den Informationen des Local Lymph Node Assay mit der Maus ebenbürtig oder sogar überlegen sind.

Nach einjähriger Vorbereitungsphase geht das Einstein-Zentrum für alternative Methoden in der biomedizinischen Forschung an den Start.

In Niedersachsen soll es nach dem Willen des Landtags künftig mehr Kontrollen sowie eine restriktivere Genehmigung von Tierversuchen geben. Auch soll stärker auf
Alternativen zu Tierversuchen gesetzt werden, heißt es in einem Entschließungsantrag  von SPD und CDU, über den im Parlament in Hannover am Mittwoch abgestimmt wurde.