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WissenschaftlerInnen des Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben gemeinsam mit KollegInnen aus München und Großbritannien nachgewiesen, dass die Multimorbidität älterer Menschen - das gleichzeitige Leiden an mehreren Krankheiten - häufig eine gemeinsame Ursache hat.

WissenschaftlerInnen des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Stuttgart haben immunkompetente Hautmodelle entwickelt, mit denen sie die Eignung von Immunmodulatoren erforschen.

Ein Forscherteam der Charité Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) unter der Leitung von PD Dr. Michael Sigal hat herausgefunden, wie SARS-CoV-2 das Immunsystems nutzt, um verstärkt Schleimhautzellen des Körpers zu entern und sich dort zu vermehren. Für ihre Untersuchungen nutzten sie Darmorganoide.

An der Charité wurde ein 15-jähriger Patient einer seltenen Erkrankung (Leigh-Syndrom-Kardiomyopathie) therapeutisch behandelt, nachdem die Wissenschaftler*innen an einem personalisierten in vitro-Krankheitsmodell ein geeignetes Arzneimittel gefunden hatten.

In einem neuen bayerischen Verbund erforscht ein Team vom Universitätsklinikum Würzburg die Wirkungen von Ultrafeinstaub. Zum Einsatz kommen dabei komplexe Zellkulturmodelle aus der menschlichen Nasenschleimhaut.

Forschende der Tierärztlichen Hochschule Hannover haben in Zellkulturen Mechanismen aufgedeckt, wie Schweinepestviren in Zellen ihrer Wirte eindringen.

Am 1. Mai startet das EU-Projekt ONTOX. Es wird eine Stategie ausarbeiten, mit der die Langzeit-Giftigkeitstestung mit Tieren beendet werden kann.

Ein Forscherteam am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat in vitro untersucht, wie die Membranfusion nach Andocken des Spikeproteins an den ACE2-Rezeptor abläuft. Hierfür haben sie quantitative Assays entwickelt.

Escherichia coli-Bakterien gehören naturgemäß zum menschlichen Darmmikrobiom. Einige Stämme produzieren jedoch ein Gift, von dem vermutet wird, dass es Darmkrebs verursachen kann. Ein berliner Forscherteam konnte diese Vermutung in vitro nun bestätigen.

Am Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) in Berlin ist ein Test entwickelt worden, der Hormonwirkungen an gezüchteten menschlichen Zellen testet. Mit Hilfe der Mikroskopie und künstlicher Intelligenz findet der „E-Morph“-Test zuverlässig Substanzen, die östrogenartige oder sogar gegenteilige (anti-östrogene) Effekte haben können.