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Am 31. Mai und 1. Juni veranstaltete die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) einen zweitägigen Workshop in Helsinki, um mit verschiedenen Stakeholdern zu diskutieren, wie der Übergang zu einem tierversuchsfreien Chemikalienbewertungssystem beschleunigt werden könnte. Hauptziel des Workshops war es, sich besser zu verstehen, da alle Stakeholder unterschiedliche Perspektiven einnahmen. Derweil überlegen Forscher*innen, wie eine Ausstiegsstrategie gelingen könnte.

Einem Bericht der Fachzeitschrift "Ärzteblatt" zufolge hat sich die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) hat sich dafür ausgesprochen, Tierversuche weiter zu reduzieren. Das könne auch gelingen, weil die tierversuchsfreien Methoden immer besser würden, so DGE-Vizepräsident Jan Tuckermann.

Um agressive und hartnäckige Tumore des Nervensystems bei Kindern behandeln zu können, gehen Forscherinnen und Forscher einen neuen, interdisziplinären Weg. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin, Köln, Würzburg und Tübingen.

Ein Team um Postdoktorandin Dr. Bruna Bellaver von der University of Pittsburgh hat in einer Patientenstudie herausgefunden, das Astroglia, ein wichtiger Typ der Glia-Immunzellen, bei der Entwicklung von Alzheimer eine wichtige Rolle spielen.

Laut dpa will die Chefin des Darmstädter Dax-Konzerns Merck, Belén Garijo, die Zahl der Tierversuche zur Entwicklung und Produktsicherung von Arzneien und Chemikalien in den kommenden Jahren deutlich senken.

In der vergangenen Woche hat der Gouverneur von Maryland, Wes Moore, das Gesetz HB 626/SB 560 unterzeichnet.

Am Samstag, den 17. Juni werden die Berliner Tierschutzpreise in vier Kategorien vergeben. Darunter ist ein mit 5000 Euro dotierter Preis für tierfreie, humane Lehre. Die Berliner Student:innen sind aufgerufen, Dozent:innen vorzuschlagen, die tierverbrauchsfreie Kurse in Medizin, Veterinärmedizin und den Lebenswissenschaften durchführen und durch ihre tierverschonende Lehre helfen, die nächste Generation zu empathischen Mediziner:innen, Veterinärmediziner:innen und Wissenschaftler:innen zu erziehen.

Anfang des Monats verabschiedete die Legislative des Bundesstaates Maryland einen Gesetzentwurf, der tierversuchsdurchführende Unternehmen und Universitäten verpflichtet, in einen neuen Fonds einzuzahlen, der der Förderung alternativer Forschungsansätze dient.

Das schweizer Unternehmen Roche hat am 4. Mai die Gründung des Institute of Human Biology (IHB) bekanntgegeben, das sich auf die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der menschlichen Modellsysteme wie Organoide konzentrieren wird.

Das diesjährige Versuchstier des Jahres ist die Maus in der Autismusforschung. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte diskutiert in dieser Ausgabe die Gründe, deshalb das Nagetier kein geeignetes Untersuchungs"modell" ist und stellt tierfreie Methoden vor.