Reproduktionskrise in der Krebsforschung

Sonntag, 09 Januar 2022 12:28

Vor acht Jahren wurde das Projekt Reproducibility Project: Cancer Biology begonnen. Ziel war es, die Ergebnisse von Top-Krebslaboratorien zu wiederholen. Das Team hat sich hochrangie Forschungsartikel aus den Jahren 2010 und 2012 vorgenommen und ist nun zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen: Die Reproduzierbarkeit der Arbeiten beträgt weniger als 50%.

Deutsche Forscherinnen und Forschen haben bei schwer erkrankten COVID-19-Patientinnen und Patienten eine besonders aktive Form von Immunzellen gefunden. Die sogenannten CD16-positiven T-Zellen wirken verstärkt zellgiftig, unter anderem auf die innere Zellschicht von Blutgefäßen. Dies könnte die schweren Verläufe bei Covid-19 erklären.

Republikanische und demokratische Vertreterinnen und Vertreter haben gemeinsam den sogenannten Humane Cosmetics Act erneut in den Senat eingebracht. Das Gesetz würde die Prüfung kosmetischer Produkte an Tieren beenden und den Verkauf von Produkten, die in Tierversuchen entwickelt wurden, in den gesamten Vereinigten Staaten verbieten.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Würzburger Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben ein Protein der Immunabwehr gefunden, das die Vermehrung von SARS-CoV-2 um das 20-Fache hemmen kann.

Virale Erreger wie das Coronavirus SARS-CoV-2 verändern einzelnen Zellbestandteile und können Auskunft darüber geben, wie Viruserkrankungen entstehen. Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ein neues, leistungsfähiges bildgebendes Verfahren gefunden: die Soft X-ray Tomography (SXT). Mit ihr haben sie Zellkulturen aus Nieren- und Lungengewebe untersucht, die mit SARS-CoV-2-infiziert waren.

Probandenstudie: Wenn die Luft dünner wird...

Mittwoch, 08 Dezember 2021 13:17

Forscherinnen und Forscher der Universität Duisburg Essen wollen der Frage nachgehen, wie das Immun-system des Menschen auf Sauerstoffmangel reagiert und Entzündungsreaktionen beeinflusst werden. Dafür arbeiten sie mit Freiwilligen in einer Höhentrainingskammer.

Ein Team der Abteilung Experimentelle Endokrinologie der Charité Berlin erhält gemeinsam mit einem Forscher des Bundesinstituts für Risikobewertung Berlin den diesjährigen Preis zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche in Forschung und Lehre des Landes Berlin.

Zwei Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster werden mit dem diesjährigen Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geehrt. Die Forscher Dr. Henrik Renner und Dr. Jan M. Bruder erhalten den Preis für ihre Entwicklung eines Mittelhirns auf dem Chip, mit der sich Giftigkeitstests durchführen und Wirkstoffe für die Arzneimittelentwicklung testen lassen.

Ein Forschungsteam am Harvard Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering um Donald Ingber, M.D., Ph.D. hat ein mikrofluidisches Organ-Chip-Gerät von der Größe eines USB-Speichersticks entwickelt, das die wichtigsten pathologischen Merkmale der Cystischen Fibrose (CF) genauer als andere In-vitro-Systeme wiedergibt.

Wissenschaftlerinnen der Universität des Saarlandes konnten mit einem selbst entwickelten in vitro Modell zeigen, dass der Lipid- und Cholesterinstoffwechsel von Tumor-assoziierten Immunzellen im Gegensatz zu dem eines Tumorgewebes stark beeinträchtigt ist.

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