Kein Mythos: Ausstiegsplan der Niederlande

Donnerstag, 17 September 2020 15:05

Im August 2020 veröffentlichte die Initiative „Tierversuche verstehen“ (TVV) das Hintergrundpapier „Vorbild für Europa? Tierversuchs-Ausstieg in den Niederlanden - Mythos und Wirklichkeit“. TVV ist eine Initiative der leitenden deutschen Wissenschaftsorganisationen. Ihr Ziel ist es, mehr Verständnis für Tierversuche zu erreichen, indem sie PR pro Tierversuch betreibt. Dafür steht der TVV 200.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Auf Basis dieses Hintergrundpapiers erschien am 25.08.2020 zudem der Artikel "Alternativmethoden werden Tierversuche nie ganz ersetzen" von Julia Merlot auf Spiegel-Online.

Die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und die Medizinische hochschule Hannover (MHH) erstellen digitale Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Tierschutz und Alternativen zu Tierversuchen und machen sie für andere Lehrende freizugänglich.

Das Unternehmen Hesperos hat eine zweite Studie veröffentlicht, die ihre vorhergehende Studie zu den physiologischen und funktionellen Muskelfaserdefiziten von ALS-Patienten bestätigte.

SARS-Cov-2 befällt das ZNS

Montag, 14 September 2020 10:37

Forscher*innen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben in Kooperation mit weiteren Wissenschaftler*innen aus Paris, Köln, Münster und Bonn nachgewiesen, dass das Coronavirus SARS-Cov-2 Zellen des zentralen Nervensystems befallt.

Ein Forscherteam vom 3d Bioprinting Labor der Uniklinik Innsbruck hat ein dreischichtiges, menschliches Hautmodell gedruckt, das in der Lage ist, kleinste Gefäßzellen auszubilden. Die Wissenschaftler*innen wollen damit Tierversuche vermeiden helfen.

Erstmals ist es Wissenschaftler*innen gelungen, aus humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen neuronale Netzwerke mit Funktionen des menschlichen Gehirns herzustellen.

Der Stadtstaat Hamburg vergibt zum dritten Mal einen Forschungspreis für die Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

Das Projekt R2U-Tox-Assay wird vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) gefördert. Mit seinen Innovationsprojekten will EIT Antworten auf einige der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen geben, vor denen Europa steht. R2U-Tox-Assay hat zum Ziel, innovative Toxizitätsassays für die Wirkstoffforschung zu entwickeln,  die auf humanen Zellsystemen basieren. Dadurch sollen in präklinischen Phasen unerwünschte Nebenwirkungen von Wirkstoffkandidaten besser vorhergesagt sowie Tierversuche in der Pharmazieforschung reduziert werden.

Das Hybrid Systems Laboratory der University of Central Florida (UCF) hat ein Human-on-a-Chip-Modell zur Untersuchung von Therapeutika gegen amyotrophe Lateralsklerose entwickelt, mit dem sich weitaus schnellere und zuverlässigere Ergebnisse erzielen lassen als durch Verwendung eines Tiermodells.

Forschende der Empa in St. Gallen haben Cellulose-Membranen entwickelt, mit denen sich komplexe, schlecht heilende Wunden mit Antibiotika-resistenten Staphylokokken-Infektionen im Keim ersticken lassen.

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