Forschende der ETH Zürich unter der Leitung von Pedro Beltrao, Professor am Institut für Molekulare Systembiologie haben einen Atlas vorgestellt, der zeigt, welche Proteine in welchen Geweben zusammenarbeiten. Diese Erkenntnisse helfen, Krankheitsgene gezielter zu identifizieren und Medikamente zu entwickeln, die spezifisch am Zielort wirken.
Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie (MPI) in Dortmund unter der Leitung von Dr. Malte Gersch hat mit Hilfe von Zellkulturen der Wirkungsweise eines vielversprechenden Parkinson-Wirkstoffkandidaten aufklären können. Die Arbeit dient der Entwicklung von gezielten Therapien gegen Parkinson.
Ein Wissenschaftsteam vom Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) unter der Leitung von Prof. Christian Schwamborn hat ein vielversprechendes Mittelhirn-Hinterhirn-Assembloid-Modell vorgestellt, mit dem die Ausbreitung von der alpha-Synuclein-Pathologie nachgestellt werden kann, wie sie bei Parkinson-Patienten beobachtet wird.
Humane World for Animals bittet um Nominierungen für den Humane Science Innovator Award, früher bekannt als Russell and Burch Award. Der Preis wird an Wissenschaftler verliehen, die herausragende Beiträge zum Ersatz von Tieren in Forschung und Versuch geleistet haben.
Forschende der TU Darmstadt, des NMI Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts in Reutlingen und der Black Drop Biodrucker GmbH haben eine neuartige Biotinte entwickelt, mit der der Nährstofftransport in gedrucktem Gewebe verbessert wird.
Die National Institutes of Health (NIH) starten eine neue Initiative zur Ausweitung innovativer, humanbasierter Wissenschaft bei gleichzeitiger Reduzierung des Einsatzes von Tieren in der Forschung.
Statt klarer Regeln zum Ausstieg aus Tierversuchen gemäß der erarbeiteten Reduktionsstrategie plant die aktuelle Regierungskoalition nun ein separates Gesetz, das Tiere im Versuch aus dem Tierschutzgesetz ausgliedern soll. Dieses hätte gravierende Konsequenzen für ihren Schutz.
Am Dienstag, den 22. April, wurde der neu konzipierte Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an zwei Preisträger vergeben. Geehrt wurden in diesem Jahr der Organoidforscher und Molekulargenetiker an der Universität Utrecht, Prof. Dr. Hans Clevers, sowie der bekannte Refinement-Forscher Prof. Dr. Adrian Smith – bekannt durch die Plattform norecopa und die arrive guidelines zur Verbesserung der Tierversuchsplanung. Ein nationaler Nachwuchspreis für Methoden und Verfahren zum Ersatz oder zur Einschänkung von Tierversuchen wurde nicht vergeben – es gab zu wenige Bewerbungen.
Wie Börsennachrichten-Plattformen berichten, kündigt die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) am Donnerstag Pläne an, Tierversuche bei der Entwicklung von monoklonalen Antikörpertherapien und anderen Medikamenten schrittweise einzustellen. Die traditionelle Methode soll durch "humanrelevante Verfahren" ersetzt werden, zu denen auch KI-basierte Modelle gehören werden.
Mit Hilfe von in vitro-Tests haben amerikanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beobachten können, dass dass nicht das Nikotin für die atherosklerotische Wirkung des Tabakrauchens verantwortlich ist, sondern vermutlich die zahllosen anderen Schadstoffe, die durch das Inhalieren der Verbrennungsprodukte in den Kreislauf gelangen.