Der diesjährige Forschungspreis Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch des Landes Baden-Württemberg wurde gestern an Dr. Niklas Schwarz von der Eberhard-Karls-Universität und vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung in Tübingen verliehen. Er forscht mit menschlichen Hirngewebe, für das er ein humanspezifisches Nährmedium entwickelt hat, mit dem die Zellen mehrere Wochen kultiviert werden können.

Ein interessantes Interview mit einem der beiden diesjährigen Ursula M. Händel-Tierschutzforschungspreisträger, Privatdozent Dr. Dr. Hamid Noori, ist auf der Plattform Laborpraxis.de nachzulesen.

Ispra: JCR Summer School 2019

Donnerstag, 25 Oktober 2018 10:04

Unter dem Titel "Non-Animal Approaches in Science: Challenges & Future Directions" veranstaltet das Joint Research Center (JRC) vom 21. bis zum 24. Mai 2019 in Ispra (Italien) eine Summer School. Bewerbungen bis zum 15. Januar 2019 möglich.

Bonn: Aus Blutzellen werden Nervenzellen

Dienstag, 23 Oktober 2018 10:48

Forschern vom Institut für Rekonstruktive Neurobiologie der Universität Bonn, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn ist es gemeinsam mit weiteren Kollegen der Universitäten Bonn, Aachen und München gelungen, weiße Blutkörperchen direkt in neuronale Stammzellen umzuwandeln ohne den langwierigen Weg über induzierte pluripotente Stammzellen.

Die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems an der Donau hat ein Forschungsprojekt gestartet. Mit einem 3D-Drucker sollen realitätsnahe Organmodelle für die Forschung und Medizinerausbildung gedruckt werden.

Wissenschaftler um Geschäftsfeldleiter Mikrotechnik Dr. Udo Klotzbach vom Fraunhofer Institut für Werkstoff und Strahltechnik IWS in Dresden haben den Innovation Award der European Association of Research and Technology Organisations (EARTO) gewonnen. Die Organisation ehrte die Wissenschaftler für die Entwicklung ihres Multiorgan-Chip-Systems, auf dem kleinste Organe verbunden über ein Blukreislaufsystem nachgebildet werden können.

Prof. Thomas Hartung vom Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) der Johns Hopkings Universität in Baltimore hat zusammen mit seinem Team ein Computerprogramm entwickelt, mit dem sich die Toxizität von Chemikalien besser vorhersagen lässt als mit Tierversuchen.

Der 37. Tierschutzforschungspreis des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) gint in diesem Jahr an Professor Dirk Görlich und Dr. Tino Pleiner vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Die Wissenschaftler haben gemeinsam ein Verfahren entwickelt, das die Produktion sogenannter sekundärer Antikörper in Tieren ersetzen kann. Den beiden Wissenschaftlern ist es gelungen, eine neue Art von Antikörpern zu entwickeln, sogenannte sekundäre Nanobodies, die ohne Tiernutzung vervielfältigt werden können.

Das EU-Referenzlabor des Joint Research Centers (JCR) für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) hat eine zweite Ausschreibung gestartet, um alternative Methoden und Modelle zu prüfen, die für die Forschung in den fünf Bereichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs, Immunogenitätstests für Arzneimittel für neuartige Therapien, Autoimmunerkrankungen und Modelle für die Immunonkologie verwendet werden.

In Kooperation mit der Society of Toxicology (SoT) gewährt Colgate-Palmolive Zuschüsse für Wissenschaftler aller Fachrichtungen, die tierfreie Methoden zur Sicherheitsbewertung neuer Chemikalien und Formulierungen fördern, entwickeln, verfeinern oder validieren.