Das EU-Parlament hat die EU-Kommission aufgefordert, einen EU-weiten Aktionsplan für einen Ausstieg aus dem Tierversuch aufzustellen.

Gute Nachrichten aus Berlin: Die Landestierschutzbeauftragte Dr. Kathrin Herrmann hat für 2021 zwei Tierschutzpreise mit einer Gesamtsumme von 60.000 Euro ausgelobt. Deadline ist der 17. Oktober 2021.

Zwischen dem 23. August und dem 3. September 2021 fand der 11. Weltkongress zu Alternativen und Tiernutzung in den Lebenswissenschaften statt. Er hätte eigentlich im letzten Jahr bereits in Maastricht stattfinden sollen, war jedoch Corona-bedingt um ein Jahr verschoben und virtuell veranstaltet worden. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus den Bereichen Akademia, Industrie, Regulationsbehörden und NGOs hatten sich zu diesem Ereignis angemeldet, das unter dem Motto stand „3Rs in transition – from development to application“. Aber sind die Verfahren schon in der Zielgeraden zur Anwendung angekommen?

Zürich: 3D-Organoide im Weltraum

Montag, 30 August 2021 11:21

Oliver Ullrich, Professor für Anatomie an der Universität Zürich (UZH), die Biologin Cora Thiel sowie das Unternehmen Airbus Defence and Space GmbH nutzen die Mikrogravitation im Weltall, um aus menschlichen adulten Stammzellen dreidimensionale organähnliche Gewebe zu züchten.

Seit März 2013 ist die Produktion und Vermarktung von an Tieren getesteten kosmetischen Produkten und Inhaltsstoffen verboten. In einer Untersuchung einer EU-Chemikaliendatenbank haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun zahlreiche Stoffe gefunden, die nach Inkrafttreten des Verbots an Tieren getestet worden waren.

Das EU-Referenzlaboratorium für Alternativen zu Tierversuchen (EURL ECVAM) des Joint Research Centers hat eine Studie durchgeführt, um den Stand der Entwicklung bei fortschrittlichen tierversuchsfreien Modellen für die immunonkologische Forschung zu ermitteln.

Die US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) und der Konzern Unilever haben eine Kooperationsvereinbarung zur Erforschung besserer Methoden zur Bewertung chemischer Risiken in Verbindung mit Verbraucherprodukten bekanntgegeben.

Ein internationales Team unter der Leitung von Dr. Claudia Pommerenke und Dr. Cord Uphoff vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH hat drei Zelllinien identifiziert, die sich als Modellsystem für die SARS-CoV-2 Forschung eignen.

Ein Team um die Biomedizin-Ingenieurin Dr. Britta Trappmann vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster hat ein Zellkultursystem entwickelt, in dem sich zum ersten Mal in einem Gerüst aus künstlichen Materialien ein funktionsfähiges Blutgefäßsystem bildet.

Die neue Datenbank ALURES der EU mit den nicht-technischen Projektzusammenfassungen (NTPs) aller Mitgliedstaaten ist online. Zusammen mit einer jährlich zu veröffentlichenden EU-Tierversuchsstatistik will die EU damit ihrer Transparenzoffensive nachkommen.