Prof. Dr. Dagmar Fischer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist neue Präsidentin der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG).

Neben ihren Studien zur Interaktion von nanopartikulären Arzneiformen mit verschiedenen Zelltypen und biologischen Barrieren, wie der menschlichen Haut oder dem Darm, forscht Prof. Fischer auch an alternativen Modellen zu Tierversuchen.

Der Unterausschuss der Vereinten Nationen (UN) für den Transport gefährlicher Güter hat beschlossen, Tests an technischer Haut anstelle von Tierversuchen zuzulassen, um die richtigen Verpackungsanforderungen für ätzende Chemikalien zu ermitteln. Der Vorschlag wurde vom Joint Research Center (JRC) im Namen der Europäischen Union unterbreitet.

Die Environmental Protection Agency (EPA) hat eine aktualisierte Version ihrer Liste alternativer Testmethoden und -strategien (NAMs) veröffentlicht.

Wissenschaftler des Joint Research Center der Europäischen Kommission haben in einem internationalen Projekt an einer hochwertigen ökotoxikologischen Datenbank namens EnviroTox mitgearbeitet, die das Ziel hat, eine verbesserte Umweltrisikobewertung von Chemikalien vornehmen zu können.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf richtet eine Professur für 3R-Methoden ein. Dafür gibt es eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200.000 Euro, je zur Hälfte vom UKE und
der Stadt getragen.

Gleich zwei Preisträgerteams wurden mit dem diesjährigen Preis zur Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche in Forschung und Lehre Berlin geehrt. Der Preis in Höhe von insgesamt 40.000 Euro ging zu gleichen Teilen an Dr. Annemarie Lang von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Charité und Dr. Rainald Ehrig vom Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration der Charité und vom Zuse-Institut Berlin sowie an Dr. Johanna Berg und Prof. Dr. Jens Kurreck vom Institut für Biotechnologie der Technischen Universität Berlin mit ihrem Projekt „3D-Biodruck von Organmodellen".

Baden-Württemberg: 3R-Center für Tübingen

Freitag, 06 Dezember 2019 10:48

Zur Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen in der medizinischen Forschung fördert das Land Baden-Württemberg den Aufbau eines wissenschaftlichen 3R-Zentrums. Dafür stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst der Universität Tübingen eine W3-Professorenstelle zur Verfügung und unterstützt den Aufbau eines Zentrums für Tierversuchsalternativen dort ab 2020 mit 130.000 Euro pro Jahr für zunächst fünf Jahre.

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss setzt sich für ein Ende von Tierversuchen ein. In der Sitzung am Mittwochmorgen verabschiedeten die Abgeordneten einstimmig die Beschlussempfehlung an den Bundestag, eine entsprechende Petition dem Europäischen Parlament zuzuleiten, "soweit es um das endgültige Ziel geht, Tierversuche vollständig abzuschaffen" und das Petitionsverfahren "im Übrigen abzuschließen".

Ein Team um Dr. Geraldine Hamilton, wissenschaftliche Leiterin des Start-Up Unternehmens Emulate aus Boston, hat in einer Studie mit einem Leber-on-a-Chip untersucht, ob mit ihrem Modell die Toxizität von Medikamenten frühzeitig erkannt werden kann.

Schweiz: Reduktion von Mäusetests durch Amöben

Donnerstag, 28 November 2019 13:21

Prof. Thierry Soldati und sein Team von der Abteilung Biochemie der Universität Genf nutzen infizierte Amöben und amöboid bewegliche Schleimpilzzellen für Tests neuer Antibiotika- Kandidaten, um Tierversuche mit Mäusen im Vorfeld zu reduzieren.