Die Alternatives Research & Development Foundation (ARDF) nimmt in diesem Jahr wieder Bewerbungen für Forschungsvorhaben an, die den Einsatz von Tieren in der Forschung ersetzen oder reduzieren.

Ein multidisziplinäres Konsortium aus europäischen Wissenschaftlern, Regulierungs- sowie Rechtsexperten hat ein Projekt mit dem Namen ReadyAI ins Leben gerufen, um den Vorbehalt der Regulationsbehörden gegenüber dem Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Interpretation von Risiken von Chemikalien entgegenzuwirken.

Ein Deutsch-kanadisches Forschungsteam hat ein KI-Verfahren mit dem Namen BioPathNet entwickelt. Es hilft Forschenden, große biologische Datennetze gezielt nach versteckten Zusammenhängen wie Genfunktionen, Krankheitsmechanismen und möglichen Therapieansätzen zu durchsuchen.

Der nigrostriatale Pfad ist einer der vier wichtigsten Dopaminpfade im Gehirn und spielt als Teil eines Systems namens Basalganglien-Motor-Schleife eine entscheidende Rolle bei der Bewegungsausführung. Wie sich dieser Kreislauf während der Entwicklung des Menschen aufbaut und wie er unter pathologischen Bedingungen degeneriert, ist noch weitgehend unverstanden. Einem Forschungsteam aus Schweden, Dänemark und der Schweiz ist es gelungen, ein in vitro-Modell (Connectoid) zu entwickeln, um den Mechanismus aufzuklären.

Die Mirror Group (MG) ist ein Beratungsgremium, das Empfehlungen und Stellungnahmen zur Umsetzung des EPAA-Aktionsprogramms, zu Projektvorschlägen und zur Projektdurchführung sowie zu anderen laufenden Aufgaben der EPAA abgibt, beispielsweise zu Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Verbreitung von Informationen. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen der EPAA-Partnerschaft und Fachkreisen, unter anderem aus Wissenschaft, (nationalen) 3R-Zentren, Patientengruppen, Tierforschungs- und Tierschutz-NGOs Sie gilt als „Multiplikator“ für die Arbeit der EPAA.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat den Tierschutzforschungspreis 2026 ausgeschrieben. Bis Ende März können Nominierungen für die Auszeichnung eingereicht werden. 

Ab September diesen Jahres läuft in London ein neuer spezialisierter Bioingenieurstudiengang - der Master of Science Organ-on-a-Chip Technologies.

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig pipettiert Molly, ein KI-basierter Roboter, 30.000 miniaturisierte  Herzen, Lungen und Gehirne in der Mikrotiterplatte pro Monat für die Medikamentenforschung. Hiermit wollen sie Tierversuche zumindest reduzieren.

Das Max Delbrück Center und das Berlin Institute of Health in der Charité haben sich einem nationalen Netzwerk aus sechs Genomrechenzentren und dem Deutschen Humangenom-Phänomarchiv angeschlossen. Berlin ist damit ein operationaler Datenknoten für Genommedizin und omics-basierte Forschung. 

Ein Forschungsteam unter Beteiligung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), des Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) sowie des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik hat mithilfe menschlicher Hirn-Organoide untersucht, wie Veränderungen in wichtigen Strukturproteinen der Zelle zu schweren Entwicklungsstörungen wie Mikrozephalie führen.