Ein Forschungsteam der Vrije Universiteit Amsterdam, Niederlande, und Deutschland unter Beteiligung des Berliner Unternehmens TissUse GmbH hat auf einem Mikrochip ein funktionierendes perfundiertes Gefäßsystem entwickelt. Die Entwicklung von Miniorganen mit funktionierenden Blutgefäßen war bislang nicht fokussiert angegangen worden, so könnte diese Lücke an physiologischerer Gewebe- und Organmodellen geschlossen werden.
Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vergibt alle zwei Jahre Mittel für wissenschaftliche Forschungszwecke im Sinne des 3R-Prinzips (Replace, Reduce, Refine) in Höhe von insgesamt 350.000 Euro vor allem an junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.
Ein Bioveterinär-Institut in Wageningen, Niederlande, stellt als eines der ersten Institute ihre Botulismusdiagnostik auf eine neue tierfreie in vitro-Testmethode um und ersetzt damit den Maus-Bioassay.
Ein österreich-indisches Forschungsteam mit Forschenden vom Institut für Chemie und Technologie Biobasierter Systeme der Technischen Universität Graz und des indischen Vellore Institute of Technology (VIT) arbeitet an der Entwicklung von Hautimitaten, welche die native dreischichtige Gewebestruktur Epidermis, Dermis und Hypodermis mit Fettzellen nachahmen kann. Die Modelle werden mittels 3D-Druck in Form eines bestimmten Hydrogels gemeinsam mit lebenden Zellen produziert.
Das Startup Embryonet AI Technologies aus Konstanz hat beim Gründungswettbewerb "Digitale Innovationen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz einen der Gründungspreise gewonnen. Der Preis ist mit 7.000 Euro dotiert.
Ein führendes internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung von Prof. Jürgen Knoblich vom Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA) hat in einer Nature-Publikation ein wichtiges Rahmenwerk vorgestellt, das die Arbeit mit Brain-Organoiden weiter verbessert.
Mit Hilfe von Big-Data-Ansatz gelang es einem internationalen Forschungsteam, ein Computermodell namens „Single-Cell Immune Aging Clock“ zu etablieren, mit dem sich Alterungsprozesse innerhalb einzelner Immunzellen bestimmen lassen.
Das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF) unter der Leitung des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) hat bereits zwei standortübergreifende Datenbanken als interaktive Informations-, Dokumentations- und Austauschplattform für die präklinische Forschung aufgebaut. Neben einer Datenbank für onkologische Tierversuchsmodelle gibt es die Organoid-Datenbank. Dadurch soll die Forschung effizienter, Genehmigungsprozesse verbessert sowie präklinische Modelle im Sinne des 3R-Prinzips optimiert werden.
Ein Deutsch-Israelisches Forschungsteam hat ein Organ-on-a-Chip-Modell zur Untersuchung der Entwicklung menschlicher Natürlicher Killerzellen (NK-Zellen) im Knochenmark entwickelt.
In diesem Jahr verleiht Ärzte gegen Tierversuche wieder den Herbert-Stiller-Preis für tierversuchsfreie Forschung. Der Verein setzt sich für eine innovative humanbasierte Wissenschaft ein und unterstützt diese mit einer durch Förderer ermöglichten Unterstützung in Höhe von 20.000 Euro. Forschungsanträge können bis zum 31. Mai 2025 eingereicht werden.