Stressforschung mit Zerebralorganoiden

Freitag, 29 Oktober 2021 09:40

WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie unter der Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Binder konnten zeigen, dass Gehirnorganoide ein geeignetes Modellsystem sind, um zu erforschen, wie sich Stress auf die menschliche Gehirnentwicklung auswirkt.

Mit Zellen von Patienten haben Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin (DRFZ) eine wichtigen Baustein beim Verlauf schwerer Covid-19-Fälle ermittelt. Sie konnten nachweisen, dass NK-Zellen, die normalerweile zur frühen Eindämmung von SARS-CoV-2 beitragen, durch die frühe Ausschüttung von TGFβ behindert werden.

Das Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) der Johns Hopkins University und die Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin laden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu einem zweitägigen Online-Workshop vom 22. bis 23. November ein. Thema ist tierversuchsfreie New Approach Methodologies (NAMs) in der biomedizinischen Forschung.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) an der LMU München haben mit Tumororganoiden von Patienten zeigen können, dass sie eine Therapie gezielt an die individuelle Erkrankung anpassen und so möglicherweise Resistenzen verhindern können.

Der Dienstleister Provivo Biosciences (ehemals LPT) will Tierversuche an allen Standorten zum Januar kommenden Jahres minimieren und überwiegend in vitro arbeiten.

Am 1. Juli startete das Einstein Center 3R in Berlin. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass Tierversuche in bestimmten Bereichen der biomedizinischen Forschung durch in vitro-Methoden reduziert oder ersetzt werden können. Es wird zunächst bis Ende 2026 mit rund 5,3 Millionen Euro von der Einstein Stiftung gefördert. Wir sprachen mit dem Leiter für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des EC3R, Prof. Dr. Jens Kurreck, über Aufgaben und Ziele des Zentrums.

Der Next Generation Humane Science Award des Center for Alternatives to Animal Testing (CAAT) wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler vergeben, um Forscher zu würdigen und zu ermutigen, die sich mit dem Ersatz von Tierversuchen beschäftigen. Der Preis für das Jahr 2021 ist mit bis zu 5.000 Dollar dotiert, um die Arbeit eines jungen Wissenschaftlers anzuerkennen.

Die Universitätsmedizin Mainz vergab am 1. September 2021 erstmals einen mit 2.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis für Nachwuchswissenschaftler:innen für die Entwicklung eines Nährmediums für spezifische humane Zellen.

Ein Forscherteam der Purdue University in West-Lafayette, Indiana, hat ein Azinus-on-Chip (PAC) aus reprogrammierten Pankreaskrebszellen entwickelt und in den Zellen eine PTF1a-Genexpression ausgelöst. Sie konnten beobachten, dass die Zellen  in einen normaleren und differenzierteren Azinus-Phänotyp übergehen. Das Modell kann zur Untersuchung der Entstehung und des Fortschreitens von Bauchspeicheldrüsenkrebs verwendet werden.

Im Rahmen des EU-Projekts Inno4Vac (Innovations to accelerate vaccine development and manufacture) wird die Arbeitsgruppe "Inspire" vom Universitätsklinikum Jena immunkompetente Organmodelle entwickeln. InVitro+Jobs sprach mit dem Leiter der AG Inspire am Universitätsklinikum Jena, Privatdozent Dr. Alexander Mosig.