Mit einer digitalen digitalen Kick-off-Veranstaltung heute und morgen ist das neue Horizon 2020-Projekt SIMCor an den Start gegangen. Ziel ist es, Herstellern von kardiovaskulären implantierbaren Geräten eine offene, wiederverwendbare, cloudbasierte Plattform für In-Silico-Tests zur Verfügung zu stellen. So sollen Entwicklung und Zulassung von Herz-Kreislauf-Implantaten beschleunigt werden.

Wissenschaftler*innen aus Würzburg und den USA haben einen Atlas der direkten Interaktionen zwischen dem neuen Coronavirus und den von ihm befallenen Zellen erstellt.

Forscher*innen der Ruhr-Universität Bochum und der Vrije-Universität Amsterdam haben die Entstehung der Amyloid-β-Proteinablagerungen infrarotmikroskopisch untersucht und wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Das Land Rheinland-Pfalz vergibt in diesem Jahr wieder einen Forschungspreis zur Förderung von Alternativen zu Tierversuchen.

Nach den Ländern Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen hat nun auch Baden-Württemberg einen Tierschutzparagrafen im Hochschulgesetz. Damit ist nun untersagt, Tiere speziell zu töten (z.B. für Orgaganpräpatatuntersuchungen oder Morphologiepraktika), wenn es dafür Alternativen gibt.

Coronapartikel in der Riechschleimhaut

Mittwoch, 02 Dezember 2020 15:06

Einem Forscherteam von Charité-Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität Berlin und weiteren Wissenschaftler*innen ist es gelungen, das Sars-Cov2-Virus in neuroanatomischen Strukturen nachzuweisen, die Auge, Mund und Nase mit dem Hirnstamm verbinden. Mittels Spezialfärbungen und elektronenmikroskopischen Aufnahmen konnten sie in der Riechschleimhaut, wo das Virus am häufigsten zu finden war, auch intakte Coronaviruspartikel sichtbar machen und fotografieren.

Seit 2013 gilt in der EU ein Verbot von Tierversuchen für Kosmetika. Seitdem dürfen entsprechende Versuche weder durchgeführt noch mit entsprechenden Produkten gehandelt werden. Doch dieser Meilenstein für den Tierschutz ist jetzt in Gefahr.

Newsletter November 2021

Sonntag, 29 November 2020 17:07

Bisher gibt es noch keine einheitliche Datenbank für diese Ersatzmethoden, die eine Übersicht über alle Methoden, Forschungsergebnisse und Anwendungszwecke bietet. Das ändert sich nun – der Bund fördert die konzeptionelle Entwicklung einer solchen Datenbank im ersten Schritt bis 2021 mit 3 Millionen Euro.

An dieser Stelle informieren wir über Karzinogenitätstests - Tests zur Feststellung, ob eine Substanz Krebs auslösen kann oder nicht. Das Wissen darüber ist notwendig, um Stoffe richtig zu klassifizieren, ihre Nutzung mit ihnen zu verbieten, sie einzuschränken oder zumindest Sicherheits-/Warnhinweise beim Umgang mit ihnen an die Hand zu geben. Beispiel: die Verwendung des Pestizids Linuron ist seit 2018 in der EU unter anderem wegen seiner karzinogenen Eigenschaften verboten.1,2

Bislang werden derartige Tests an Nagetieren durchgeführt. Seit einiger Zeit sind Regulationsbehörden, Industrie und Wissenschaft darin übereingekommen, dass die Tests am Tier nicht mehr zwingend notwendig sind – in erster Linie deshalb, weil zum Zeitpunkt des Beginns dieser Tests bereits ausreichend Informationen aus Tierversuchen über eine mögliche Krebsgefahr beim Menschen vorliegen. Jedoch ist die entsprechende Vorschrift noch immer nicht gestrichen worden und diese für das Tier zum großen Teil hochbelastenden Tests werden weiter durchgeführt.