Ein Forschungsteam von der University of Rochester im Bundestaat New York hat in einer Probandenstudie beobachtet, dass eine Exposition mit Giftstoffen wie Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) während der Schwangerschaft die Entwicklung des kindlichen Immunsystems stören und langfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit eines Kindes haben könnte, eine gut regulierte, schützende Immunantwort zu entwickeln.

Der Entwicklungsbiologe Prof. Dr. Patrick Müller vom Fachbereich Biologie der Universität Konstanz hat mit der Software EmbryoNet ein Tool entwickelt, mit der sich Entwicklungsstörungen zuverlässig per Bildanalyse identifizieren lassen. Die Online-Plattform ist zur automatisierten Auswertung von Substanzscreenings z.B. in der Medikamentenentwicklung geeignet.

Am 24. Juni wurde eine Empfehlung des Europäischen Rates zu einer politischen Agenda für den Europäischen Forschungsraum 2025-2027 veröffentlicht.

Forscherinnen und Forscher um Prof. Barbara Treutlein vom Departement für Biosysteme der ETH Zürich in Basel ist es gelungen, über 400 verschiedene Typen von Nervenzellen herzustellen. Damit legt das Wissenschaftsteam die Basis für eine künftig präzisere neurologische Grundlagenforschung mittels Zellkulturexperimenten.

Mit BioEmu zu besseren Medikamenten

Sonntag, 13 Juli 2025 16:01

Ein Wissenschaftsteam vom Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin hat in Kooperation mit Microsoft Research AI for Science ein Deep-Learning-System entwickelt. Es heißt BioEmu und kann das Gleichgewichtsverhalten von Proteinen mit bisher unerreichter Präzision und Genauigkeit nachahmen. 

Das niederländische Parlament hat Anfang Juli einen Änderungsantrag angenommen, der in den nächsten fünf Jahren die Finanzierung eines der größten Primatenforschungszentren Europas in seiner jetzigen Form auslaufen lässt. Stattdessen soll die Entwicklung tierversuchsfreier Methoden beschleunigt und die Tests an Affen perspektivisch auslaufen.

Die National Institutes of Health (NIH) in den USA kündigten am Montag an, dass die biomedizinische Behörde keine Mittel mehr für neue Förderanträge gewähren wird, die ausschließlich auf Tierversuchen beruhen.

Mit einer neuen Analysemethodik hat ein Wissenschaftsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Gertrud Morlock, Professorin für Lebensmittelwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen Liftstyle-Produkte auf gefährliche Verbindungen hin untersucht und wurde fündig. Laut Autorinnen und Autoren soll die kritische Überprüfung eine Debatte zu fehlenden geeigneten Sicherheitsanalysen und fehlenden Regulierungen anregen.

In den USA startet bei den National Institutes of Health (NIH) die Autism Data Science Initiative (ADSI). Sie wird verschiedene Datenressourcen zusammenbringen, um mögliche Beiträge zu den Ursachen von Autismus zu untersuchen - ohne Tierversuche.

Am Max Delbrück Center entsteht das „Center for AI–Accelerated Molecular Innovations in Medicine“ (AI2M). Dafür hat die Helmholtz-Gemeinschaft 30,8 Millionen Euro bewilligt. Die Forschenden werden neue Technologien nutzen, um KI-basierte Strategien für eine passgenaue Behandlung und Prävention zu entwickeln.