Erstmals ist es Wissenschaftler*innen gelungen, aus humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen neuronale Netzwerke mit Funktionen des menschlichen Gehirns herzustellen.

Der Stadtstaat Hamburg vergibt zum dritten Mal einen Forschungspreis für die Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

Das Projekt R2U-Tox-Assay wird vom European Institute of Innovation and Technology (EIT) gefördert. Mit seinen Innovationsprojekten will EIT Antworten auf einige der größten Herausforderungen im Gesundheitswesen geben, vor denen Europa steht. R2U-Tox-Assay hat zum Ziel, innovative Toxizitätsassays für die Wirkstoffforschung zu entwickeln,  die auf humanen Zellsystemen basieren. Dadurch sollen in präklinischen Phasen unerwünschte Nebenwirkungen von Wirkstoffkandidaten besser vorhergesagt sowie Tierversuche in der Pharmazieforschung reduziert werden.

Das Hybrid Systems Laboratory der University of Central Florida (UCF) hat ein Human-on-a-Chip-Modell zur Untersuchung von Therapeutika gegen amyotrophe Lateralsklerose entwickelt, mit dem sich weitaus schnellere und zuverlässigere Ergebnisse erzielen lassen als durch Verwendung eines Tiermodells.

Forschende der Empa in St. Gallen haben Cellulose-Membranen entwickelt, mit denen sich komplexe, schlecht heilende Wunden mit Antibiotika-resistenten Staphylokokken-Infektionen im Keim ersticken lassen.

Die Widerspruchskammer hat zwei Entscheidungen der europäischen Chemikalienagentur (ECHA)  über geforderte Tierversuche für die Stoffe Homomenthylsalicylat (eine organische Verbindung, die in einigen Sonnencremes Verwendung findet) und 2-Ethylhexylsalicylat (ein Stoff, der als der als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln Verwendung findet) angenommen, obwohl die Substanzen ausschließlich als Inhaltsstoffe in kosmetischen Mitteln verwendet werden.

Wissenschaftler von der Charitè Berlin, der TU Berlin, des Berlin Institute of Health und aus Grenoble haben mit einem Chipmodell mit Knochen-/ Knochenmarkgewebe eingehendere Studien zu Metallpartikelverhalten von Endoprotesen durchgeführt.

Die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München hat wieder einen Tierschutzforschungspreis ausgelobt. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2020.

Wissenschaftler der Firma Hesperos Inc. nutzen die Human-on-a-Chip-Technologie, um die Auswirkungen einer wiederholten Überdosierung von Opioiden zu untersuchen und neue Arzneimittel zu testen.

Der Informatiker, Biochemiker und Mediziner Professor Dr. Dr. Thomas Hartung von der Johns Hopkins University in Baltimore und der Universität Konstanz sowie der Biochemiker und Toxikologe Professor Dr. Marcel Leist, ebenfalls Universität Konstanz erhalten den Ursula M. Händel-Tierschutzpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).