Quantitative Systems Pharmacology (QSP)-Modelle spielen eine zentrale und immer wichtigere Rolle in der klinischen Entwicklung. Sie verknüpfen Biologie, Pharmakologie und Mathematik, um die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und dem komplexen biologischen System des Menschen am Computer zu simulieren.
Ein britisch-dänisches Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Holm H. Uhlig vom Centre for Human Genetics, an der University of Oxford, UK, hat mit Hilfe eines zellulären Assays bestätigt, dass neutralisierende Autoantikörper in bestimmten Fällen für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verantwortlich sein können.
Die National Institutes of Health (NIH) haben am 15. Juni die Einrichtung des „Office of Research Innovation, Validation, and Application“ (ORIVA) bekanntgegeben. ORIVA wird die NIH-weiten Bemühungen zur Entwicklung, Validierung und Skalierung von „New Approach Methodologies“ (NAMs) koordinieren, darunter 3D-Modelle menschlichen Gewebes, computergestützte Werkzeuge und andere tierversuchsfreie Methoden, die die menschliche Biologie besser widerspiegeln können. Dorthin wird auch das National Interagency Center for the Evaluation of Alternative Test Methods (NICEATM) umziehen.
Das polnische Forschungs- und Technologieunternehmen QSAR Lab hat die open access-Datenbank NAMs.network entwickelt. Damit wollten die Entwickler:innen Wissen über New Approach Methodologies (NAMs) zur Gefahrencharakterisierung leichter auffindbar, verständlicher und nutzbarer zu machen.
Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam unter der Leitung von Forscher:innen des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin und der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York, haben Hirnorganoide entwickelt, um die Mechanismen zu untersuchen, die es dem gefürchteten Ebola-Virus ermöglichen, langfristig in seinem Wirt zu überleben.
Die Humane World for Animals hat am 10.6.26 im Europäischen Parlament eine Informationsveranstaltung zum Thema „Funding for Non-Animal Science: Moonshot for NAMs“ organisiert. Sie wurde von den Europaabgeordneten Cristina Guarda (Grüne/EFA) und Sebastian Everding (Die Linke) ausgerichtet. Es handelte sich um ein Rundtischgespräch zur finanziellen Unterstützung der beschleunigten Entwicklung, Validierung und Einführung von NAMs in der biomedizinischen Forschung und bei Sicherheitsprüfungen.
Die Professorin Dr. Christa Thöne-Reineke von der Freien Universität Berlin und Professorin Dr. Birgit Schittek von der Universität Tübingen erhalten den diesjährigen Ursula M. Händel-Tierschutzpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gleichberechtigt. Die Preissumme beträgt 80.000 Euro.
Wie die Tierrechtsorganisation PETA berichtet, hat die „German Mouse Clinic“ am Helmholtz Zentrum München bekanntgegeben, den Forced Swim Test nicht mehr durchzuführen. Das ist ein großer Erfolg für die Tiere.
Lang erwartet hat die Europäische Kommission am Montag die Roadmap für den Ausstieg aus dem Tierversuch in der Chemikalientestung veröffentlicht. Begleitet wurde dies von einem dreitägigen Kongress. Die Initiative knüpft an die Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics“ an, die eine große öffentliche europäische Unterstützung für die Beendigung von Tierversuchen erfahren hatte.
Die ECHA hat die Kooperationsplattform für Alternativen zu Tierversuchen eingerichtet, um die Entwicklung und Einführung alternativer Methoden im regulatorischen Kontext im Rahmen des Mandats der ECHA zu unterstützen. Die Plattform zielt darauf ab, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wann und wie alternative Methoden eingesetzt werden können, um Tierversuche im Rahmen der geltenden Informationsanforderungen zu ersetzen.