Das Land Niedersachsen vergibt in diesem Jahr den mit 3.000 Euro dotierten Niedersächsischen Tierschutzpreis. Bewerben können sie Personen in der Kategorie „Alternativmethoden zum Tierversuch“.

Das Start-up AlveoliX mit Sitz in Bern ist für seine Entwicklung einer Miniaturlunge auf dem Chip mit dem diesjährigen Schweizer Medizintechnik Award geehrt worden.

Das US-Repräsentantenhaus hat mit überwältigender Mehrheit den FDA Modernization Act als Zusatz zu einem größeren Paket von FDA-relevanten Reformen verabschiedet, der in den kommenden Jahren Millionen von Tierversuchen verhindern und unzähligen behandlungsbedürftigen Patienten sicherere und wirksamere Medikamente zur Verfügung stellen könnte.

Seit dem 1. Juni 2022 verfügt die tiermedizinische Fakultät der Universität Utrecht über eine Professur für den „evidenzbasierten Übergang zu tierversuchsfreien Innovationen“. Aufgabe der Tierärztin Merel Ritskes-Hoitinga ist die schnellere Anerkennung tierversuchsfreier Verfahren. Die Wissenschaftlerin, die früher selbst Tierversuche durchgeführt hat, bekennt sich mittlerweile klar zu dem Ziel einer Forschung ohne Tierversuche. Dieses will sie durch die Verbesserung der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Industrie und Regulierungsbehörden erreichen.

Mit dem Ziel, einen zuverlässigen und robusten Referenzdatensatz für das Training und Computermodelle zu entwickeln, hat ein amerikanisches Forscherteam LD50-Daten von Ratten zusammengestellt, analysiert und bewertet. Unter der Annahme, dass Standardtestrichtlinien befolgt wurden, stellte sich in Wahrscheinlichkeitsanalysen heraus, dass eine Wiederholung nur zu 60% zur gleichen Einschätzung führen würde.

Ein Forscherteam von der Technischen Universität Wien hat ein neues Hydrogel entwickelt. Es besitzt ein zusätzliches Molekül, das nach Bestrahlung mit Laserlicht Zellen eine "Marschrichtung" vorgeben kann. Dadurch lassen sich Mikrogewebestrukturen wie z.B. ein Blutgefäß in einem Organoid - eine Gewebenachbildung, die den Tierversuch ersetzen soll - gezielt an der gewünschten Stelle erzeugen.

Um zu einer besseren Bewertung von Umweltchemikalien zu gelangen, hat die EU die internationale Partnerschaft PARC – Kurzform für „European Partnership for the Assessment of Risk from Chemicals" gestartet. An ihr sind 199 Forschergruppen aus 28 Ländern und drei EU-Behörden beteiligt. Ziel ist es, Wissenslücken über die Wirkung von Chemikalien zu schließen, Innovationen zu fördern und schrittweise auf Tierversuche zu verzichten.

Die European Partnership for Alternatives to Animal Testing (EPAA) hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung, Validierung und Akzeptanz von 3R-Alternativansätzen (Ersatz, Reduzierung und Verbesserung von Tierversuchen) zu fördern. Der 3R-Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre an eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler für einen herausragenden Beitrag zu den 3R verliehen. Die EPAA will damit positive Arbeiten aus der Industrie oder dem akademischen Bereich fördern und mehr Wissenschaftler ermutigen, ihre Forschung auf die 3R-Ziele auszurichten.

Dr. Cindrilla Chumduri, Arbeitsgruppenleiterin am Lehrstuhl für Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat mit ihrem Team Organoide des weiblichen Gebärmutterhalses entwickelt.

Dr. Beate Krämer und Dr. Heike Behrensdorf-Nicol, Wissenschaftlerinnen der Abteilung Veterinärmedizin des Paul-Ehrlich-Instituts, haben den Forschungspreis des Landes Rheinland-Pfalz für ihre Untersuchungen zur "Relevanz des Irreversibilitätstests für Tetanustoxoide" gewonnen.

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