Am Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) in Berlin ist ein Test entwickelt worden, der Hormonwirkungen an gezüchteten menschlichen Zellen testet. Mit Hilfe der Mikroskopie und künstlicher Intelligenz findet der „E-Morph“-Test zuverlässig Substanzen, die östrogenartige oder sogar gegenteilige (anti-östrogene) Effekte haben können.

Die Umwelttoxikologen Prof. Henner Hollert und Dr. Andreas Schiwy von der Goethe-Universität entwickeln Alternativen zum Tierverbrauch für Zellkulturmedien. Dafür erhalten sie nun die CRACK-IT Innovationsförderung des National Centre for the Replacement, Refinement and Reduction of Animals in Research (NC3R).

Reutlingen: Tumorinteraktion-on-a-Chip

Montag, 22 Februar 2021 10:23

Das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen (NMI) mit Sitz in Reutlingen entwickelt gemeinsam mit akademischen und industriellen Partnern ein Testsystem auf dem Chip, das Tumor und Immunsystem simuliert.

Testbiotech hat in einem Beschwerdeverfahren am Europäischen Patentamt (EPA) einen wichtigen Erfolg erzielt: Ein Patent der Max-Planck-Gesellschaft wird so abgeändert, dass alle Ansprüche auf gentechnisch veränderte Wirbeltiere gestrichen werden.

Herbert-Stiller-Förderpreis wird für hervorragende innovative wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die sich mit Hilfe von tierversuchsfreien humanbasierten Methoden der Erforschung und Therapie menschlicher Erkrankungen beschäftigen und einen wesentlichen Beitrag für den medizinischen Fortschritt leisten.

Ab sofort können sich Forscherinnen und Forscher für den Forschungspreis zur Förderung methodischer Arbeiten mit dem Ziel der Einschränkung und des Ersatzes von Tierversuchen bewerben. Der Preis wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vergeben.

Am Julius-Wolff-Institut der Berliner Charité testen WissenschaftlerInnen die Implantate-Verträglichkeit an einem menschlichen "Miniaturknochen" auf dem Chip.

In Baden-Württemberg werden künftig fünf Zentren das Grundgerüst eines „3R-Netzwerk Baden-Württemberg“ bilden. Damit soll langfristig Expertise im Land gebündelt sowie Entwicklung und Anwendung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch weiter verankert werden.

Neuer ECVAM-Statusreport 2020 erschienen

Donnerstag, 11 Februar 2021 14:43

Unter dem Titel "Non-animal Methods in Science and Regulation" hat die europäische Validierungsbehöde EURL ECVAM seinen aktuellen Statusreport veröffentlicht.

Forschenden des ARTORG Centers for Biomedical Engineering Research der Universität Bern unter der Leitung von Prof. Olivier Guenat ist es gelungen, ein Lungen-Modell mit lebensgroßen Lungenbläschen in einer rein biologischen, dehnbaren Membran zu entwickeln.