Die Europäische Chemikalienagentur ECHA (European Chemicals Agency) hat ein Konsortium unter Beteiligung von BASF beauftragt, die Zuverlässigkeit und Relevanz neuer Technologien als Alternativen für Tierversuche, sogenannte New Approach Methodologies (NAMs), wissenschaftlich zu untersuchen und deren Einsatz in Zukunft zu fördern. Zu den NAMs gehören in-vitro-Modelle, Computermodellen und Omics-Methoden (genetische Analysen des gesamten Genoms, aller exprimierten Proteine einer Zelle und der Stoffwechselfunktionen).

Wie das 3R-Center Tübingen auf der Plattform LinkedIN bekanntgegeben hat, ist der bekannte Wissenschaftler für Organ-on-Chip Forschung an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und am NMI Reutlingen, Prof. Peter Loskill, in die Ständige Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berufen worden.

Die europäische Tierversuchsrichtlinie und die EU Chemikalienverordnung REACH sehen vor, Tierversuche zur Bewertung einer eventuellen Giftigkeit für den Menschen nur als letztes Mittel durchzuführen. Ein Zusammenschluss von VertreterInnen aus Industrie und Nicht-Regierungsorganisationen hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass diese Vorgaben nicht ernsthaft eingehalten werden und es dadurch zu unzähligen Tierversuchen kommt.

Ein ForscherInnen-Team unter der Leitung von Prof. Dr. Konstanze Winklhofer von der Ruhr-Universität Bochum hat herausgefunden, dass das Protein NEMO, das u.a. für seine Rolle beim angeborenen Immunsystem bekannt ist, eine wichtige Funktion bei der Kennzeichnung von Proteinaggregaten im Gehirn hat, damit es nicht zu schädlichen Ablagerungen wie bei der Parkinson-Erkrankung kommt.

Die Forscherin Betty Tijms und ihre Kollegen vom Alzheimer Center Amsterdam, Amsterdam UMC und der Universität Maastricht haben mit Hilfe massenspektrometrischer Untersuchung des Proteoms im der Spinalflüssigkeit von Alzheimerpatienten herausgefunden, dass es fünf verschiedene Subtypen der Alzheimer-Erkrankung gibt. Das Verständnis dieser Heterogenität ist entscheidend für die Entwicklung von Alzheimer-Medikamenten.

Laut Science Magazin hat die Interessengemeinschaft White Coat Waste Project, die sich der Abschaffung der vom Steuerzahler finanzierten Tierversuche in den USA widmet, darauf hingewiesen, dass die amerikanische Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) die Zielsetzung des Ausstiegs aus dem Säugetierversuch bis 2035 in ihren Plänen nicht mehr explizit erwähnt.

Saarländischer Forschungspreis 2024

Montag, 18 Dezember 2023 15:26

Teilnahmeberechtigt sind im Saarland tätige Wissenschaftler, Forschungsgruppen, wissenschaftlich tätige Firmen und Einrichtungen. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro und kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden.

Forscherinnen und Forscher um den Molekularbiologen Dr. Sasha Mendjan am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, haben ein neues Mehrkammer-Organoid entwickelt, das die komplizierte Struktur des Herzens widerspiegelt.

Prof. Dr. Ellen Fritsche wurde zur Direktorin des  Schweizerischen Zentrums für Angewandte Humantoxikologie (SCAHT) mit Sitz in Basel ernannt.

Der diesjährige Tierschutzforschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde an Prof. Dr. Diana Klein vom Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen verliehen. Sie wird damit für ihre Arbeit zur Entwicklung und Anwendung von Zellkulturmodellen im Bereich der Tumorforschung ausgezeichnet.