Lang erwartet hat die Europäische Kommission am Montag die Roadmap für den Ausstieg aus dem Tierversuch in der Chemikalientestung veröffentlicht. Begleitet wurde dies von einem dreitägigen Kongress. Die Initiative knüpft an die Europäischen Bürgerinitiative „Save Cruelty Free Cosmetics“ an, die eine große öffentliche europäische Unterstützung für die Beendigung von Tierversuchen erfahren hatte.

Die ECHA hat die Kooperationsplattform für Alternativen zu Tierversuchen eingerichtet, um die Entwicklung und Einführung alternativer Methoden im regulatorischen Kontext im Rahmen des Mandats der ECHA zu unterstützen. Die Plattform zielt darauf ab, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wann und wie alternative Methoden eingesetzt werden können, um Tierversuche im Rahmen der geltenden Informationsanforderungen zu ersetzen.

Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) hat die neue Kampagne „Stop Botox Animal Testing!“ gestartet, um die Streichung des Mäusetests aus dem Europäischen Arzneibuch zu erwirken sowie Transparenz hinsichtlich der Anzahl der verwendeten Tiere und des Zwecks der Versuche einzufordern. 

Die Europäische Kommission hat heute einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus Tierversuchen bei der Bewertung der Chemikaliensicherheit vorgelegt, der klare, konkrete Schritte zum Übergang zu innovativen tierversuchsfreien Methoden enthält.

Ein Team aus Wissenschaftler:innen vom Wyss-Institut Wyss Institute for Biologically Inspired Engineering an der Harvard University in Boston, haben ein chronisch-entzündliches Darmerkrankungsmodell realistischer auf dem Chip entwickelt, inklusive Schleimproduktion, Barrierefunktion, Entzündungsreaktionen, Fibrose- und Krebsentstehung. Ziel war es, wesentliche pathophysiologische Merkmale, Entzündungsmechanismen, geschlechtsspezifische Effekte und die Krebsentstehung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nachzubilden.

Schweiz: Tierversuchsreduktion dank KI

Donnerstag, 28 Mai 2026 09:52

Forschende der Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology im Schweizerischen Dübendorf haben ein KI-gestütztes Computermodell einer Labormaus entwickelt, das mithilfe von maschinellem Lernen voraussagen kann, wie sich verschiedene Nanomaterialien im Organismus der Maus verteilen. Das Modell soll künftig nicht nur als Entscheidungshilfe bei der Medikamentenentwicklung dienen, sondern auch die Anzahl an Tierversuchen reduzieren. 

Ein Team unter der Leitung von Prof. Gil Westmeyer, Direktor des Instituts für Synthetische Biomedizin (ISBM) am Helmholtz München hat eine neue Methode entwickelt, um mehrfach aktuelle Geninformationen aus lebenden Zellen zu gewinnen, ohne sie zu zerstören. Dies wird künftig eine bessere Überwachung von Stammzellen für Therapien oder die Wirkung von Medikamenten in den Zellen ermöglichen.

Im Sommer wird die EU im Rahmen ihres Innovation Health Initiative (IHI)-Förderprogramms eine Ausschreibung starten, auf dessen Grundlage sich europäische Verbundprojekte aus Wissenschaft, Industrie und Behörden für die Förderung der Entwicklung eines auf KI-basierenden Modells und Rahmenwerks zur Unterstützung eines Verzichts auf eine zweite Tierart in Arzneimittelstudien bewerben können.

Beim 55. Seminar über Versuchstiere und Tierversuche am Bundesinstitut für Risikobewertung wurden heute auch alternative Wege im Umgang mit Labortieren diskutiert. Ein Verbund aus verschiedenen Forschungseinrichtungen in Deutschland verfolgt das Ziel, eine bundesweite Online-Plattform aufzubauen, mit deren Hilfe die Vermittlung von Labortieren in Zukunft unterstützt werden soll. 

London: LUSH-Preise vergeben

Montag, 18 Mai 2026 14:05

In diesem Jahr sind wieder interessante Preisträger mit dem renommierten LUSH-Preis ausgezeichnet worden. Sie teile sich den Preis von £ 250.000 in den Kategorien Wissenschaft, Ausbildung, Sensibilisierung der Öffentlichkeit, politische Interessenvertretung und Nachwuchsforscher:innen.